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Veröffentlicht am 21. Juni 2026

The Piano Tuner

Zwischen Hinhören und Weghören
RegieDaniel Roher
Jahr2026
Länge109 Minuten
FSK12
Schauspieler*innenLeo Woodall, Dustin Hoffman, Havana Rose Liu u.a.
Kinostart02.07.2026
Geeignet für

Ein Klavier, ein Klavier…

Wenn Lehrling Niki (Leo Woodall) zusammen mit seinem Chef Harry Horrowitz (Dustin Hoffman) auftauchen, dann geht es immer um ein Klavier. Die beiden verdienen ihr Geld mit dem Stimmen von Klavieren, die sich - wie sie ihren Kunden immer wieder erklären müssen - auch bei Nichtbenutzung durch Temperaturen etc. verstimmen können. Vor allem Niki spielt hier eine große Rolle, da er über ein besonders feinfühliges Gehör verfügt. So feinfühlig, dass er quasi gegen Lärm allergisch ist. Deswegen trägt er die ganze Zeit Kopfhörer, um den Lärm herunter zu regeln.

Bei einem Einsatz an einer Musikschule trifft Niki auf die Pianistin Ruthie, die sich gerade auf ein großes Konzert vorbereitet. Er beeindruckt sie mit seinem Gehör, bei dem er auch die absurdesten Akkorde erkennt. Als sie sich später im Cafe wiedersehen, spielt Harry den Verkuppler, zunächst aber nur mit mäßigem Erfolg.

Kurz darauf hat Harry dann eine Herzattacke und muss ins Krankenhaus. Niki ist also auf sich allein gestellt und kommt direkt in Schwierigkeiten. Bei einem nächtlichen Einsatz wird er durch Lärm aufgeschreckt und findet eine Gruppe vor, die versucht, einen Safe zu knacken. Niki kann durch sein Gehör nicht nur den Safe knacken, sondern er bekommt auch Geld. Geld, das Harry dringend braucht, denn der hat keine Krankenversicherung. Und dann ruft Ruthie ihn an und hat ein Problem mit ihrem Klavier.

Wenn das Hören zur Herausforderung wird

Daniel Roher baut einen Film zusammen, der es versteht die Zuschauenden in seinen Bann zu ziehen. Da ist die jazzige Klaviermusik, die Harry und Niki im Auto hören und die auch sonst den Soundtrack des Films prägt. Da ist aber auch das sonstige Sounddesign, das jeden im Kinosaal die Schmerzen spüren lässt, die Niki bei lauten Geräuschen hat. So wird der Sound hier zu einem wichtigen Verbindungsstück zwischen Zuschauenden und Story.

Die Story selbst hat eine gute Mischung aus Krimi, Love-Story und auch ein bisschen Komödie. Sie verzichtet auf allzu viele Schlenker und schafft es so, dass sich die 109 Minuten im Kino genau richtig anfühlen. Langweilig wird es dabei auch dank des hervorragenden Casts nie, der seine Sache richtig gut macht. Einzig über das Ende könnte man ein bisschen streiten, verraten will ich hier aber nichts.

Fazit

The Piano Tuner ist somit ein richtig guter Film, der mich voll abgeholt hat und im Kino (mit guter Soundanlage) richtig Spaß gemacht hat. Auch deswegen eine klare Empfehlung zum Kino-Besuch!

Film
4
von 5

Sehr guter Film, der mir – abgesehen von kleineren Schwächen – richtig gut gefallen hat. Sollte man sich ansehen.

Geist
1
von 5

Aus theologischer Sicht ist dieser Film uninteressant. (Das sagt jedoch nichts über die Qualität des Films selbst aus)