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Veröffentlicht am 21. Juni 2026

Toy Story 5

Technik, die entgeistert
RegieAndrew Stanton
Jahr2026
Länge102 Minuten
FSK6
Schauspieler*innenAnimiert, deutsche Sprecher u.a.: Michael Bully Herbig, Rick Kavanian
Kinostart23.07.2026

Die technische Revolution

Es ist der mittlerweile fünfte Teil der erfolgreichen Filmreihe Toy Story, die 1995 ihren Anfang nahm. Seitdem ist einige Zeit vergangen und so wundert es kaum, dass so manches Spielzeug längst mehrere Generationen an Kindern erlebt hat. Das gilt auch für Jessie, das Cowgirl, das bei Kind Bonnie nun das Kommando über die Spielzeuge übernommen hat, unterstützt und angehimmelt von „Hilfssheriff" Buzz Lightyear. Doch Kind Bonnie hat es nicht leicht Freunde zu finden, denn die anderen spielen nicht mehr mit Spielzeug. Und so entscheiden sich auch Bonnies Eltern ihr ein „Lilypad" zu kaufen, womit Bonnie zumindest virtuelle Freunde finden kann. Fortan kämpfen Jessie und Co um ihre Existenz in einer Welt, die von Bildschirmen regiert wird.

Lehrreich für Eltern, Spaßig für Kinder

Auch wenn zwischen Teil eins und fünf über zwanzig Jahre liegen, findet Toy Story sein Zielpublikum immer noch bei den jüngsten Zuschauenden (ich würde sagen ab 8 Jahren - das trifft auch in etwa das Alter von Bonnie). Dabei kann der Film auf gute Animationen setzen, gepaart mit so manchem Witz, über den auch die Erwachsenen schmunzeln können. Das allein macht den Film zu einer guten Unterhaltung für die ganze Familie. Dabei hilft es dem Film auch, dass man nicht zwingend tief im Universum des Franchise sein muss, um sich zurechtzufinden.

Bei der Story will der Film aber mehr sein als bloße Unterhaltung, sondern hat einen durchaus ambitionierten pädagogischen Anspruch. Im Kern steht die Auseinandersetzung mit Technik und der Frage, wie diese das Spielverhalten von Kindern verändert. So gibt es schon früh Bilder von ganzen Straßenzügen, wo jedes Kind wie entgeistert auf den Bildschirm starrt. Von Kreativität oder gar Spielzeugen fehlt jede Spur. Und so streift der Film nach und nach so manche Frage rund um das Leben mit Technik, sei es die Bildschirmzeit, die konsumierten Inhalte oder auch Cybermobbing. Zwar geht die Story dabei nur bedingt in die Tiefe, die Message, dass ein Leben mit Spielzeugen und eigener Kreativität besser ist als ein Leben vor der Glotze, dürfte aber ankommen. Teilweise wirkt es wie die kindgerechte Version von Good Luck, Have Fun, Don’t Die, der im März 2026 erschien.

Zugleich dürften Eltern aber auch nachdenklich werden, wenn sie den Film inhaltlich ernst nehmen. Wie sehr bekommen sie eigentlich mit, was und wie ihre Kinder Inhalte konsumieren? Auch das eigene Medienverhalten mag hinterfragt werden, denn der Film zeigt eben auch die Erwachsenen, die von ihren Bildschirmen abhängig sind.

Fazit

Toy Story 5 ist ein gelungener Film, der nicht nur unterhalten, sondern auch nachdenklich machen will. Seine Frage nach dem Einfluss von Technik auf das Leben von Kindern ist relevanter denn je und dürfte damit auch für viele Eltern anschlussfähig sein.

Film
3,5
von 5

Ein guter Film, den ich gerne im Kino/Streaming gesehen habe. Wer sich den Film ansehen möchte, wird es vermutlich nicht bereuen.

Geist
3
von 5

Ein oder mehrere Themen finden sich wieder, über die man auch aus theologischer Perspektive weiter nachdenken könnte.

Material zur Filmarbeit (1)
Einsatz mit jungen Eltern Hinweis

Eignet sich, um den Film z. B. mit jungen Eltern zu schauen und anschließend – vielleicht auch mit Expert*innen – in einen Austausch zum Medienkonsum von Kindern zu kommen.